Body für den Hund nach der OP statt Halskrause (Trichter)

Oh nein, der Hund hat einen Knubbel... was machen wir jetzt? Ok... mal beim Tierarzt abklären. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es ein gutartiger Tumor oder ein Fettgeschwulst. Aber wollen wir uns darauf verlassen?

Wir haben den Knubbel (auf dem Rücken, zwischen den Schulterblättern) schon vor ca. 1,5 Jahren entdeckt und der Tierarzt hat uns erst mal beruhigt, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts Schlimmes ist. Wir sollen es einfach nur beobachten, ob es größer wird.

Nun ist der Knubbel ein wenig gewachsen und ein Zweiter ist auch noch hinzugekommen. Also haben wir folgende Optionen:

  1. weiter beobachten und hoffen, dass es kein bösartiger Tumor ist
  2. punktieren
  3. operieren

Weiter beobachten und hoffen, dass es kein Tumor ist, kommt nicht infrage. Was für Vorwürfe würden wir uns machen, wenn sich nachher herausstellt, dass es doch ein Tumor war und wir nur weil wir das nicht genauer untersuchen lassen wollten, eventuell dafür verantwortlich sind, dass der Tumor gestreut hat. Insbesondere bei einem dreijährigen Hund. Wenn sie schon um einiges älter wäre, würden wir vermutlich anders entscheiden (Narkoserisiko und außerdem braucht der Hund dann ja auch länger, um wieder fit zu werden).

 

Also punktieren? Die Tierärztin meinte, dass dann, falls es etwas Bösartiges ist, beim Punktieren eventuell Krebszellen in andere Bereiche kommen können und dadurch der Krebs streuen kann. Klingt irgendwie logisch, wenn man ein Loch in den Tumor macht, dass sich die Zellen verbreiten können. Wobei man beim Menschen ja eigentlich auch meistens punktiert.

 

Somit sind wir bei Option 3 Operation. Ok auch kein Highlight, Narkoserisiko. Aber wir wollen ja, dass es dem Hund gut geht und er noch lange lebt.

 

Leider mag Lana den Tierarzt nicht mehr so gerne, seitdem sie Vitamin B12 Spritzen bekommen hat (die brennen wohl unglaublich). Am Anfang ist sie so gerne zum Tierarzt gegangen, dass sogar die Tierärztin erstaunt war.

- Memo an mich: Tierarzt öfter besuchen (nur zum Üben) -

 

Leider hat sie bei ihrer Kastration die Narkose auch nicht so gut vertragen. Sie hat sich, kurz nachdem sie die Narkose erhalten hat, mehrfach übergeben und war noch tagelang nach der OP total müde.

Allerdings gibt es auch noch eine andere Narkose.

 

Nun stand der OP-Termin an. Nüchtern (12 Stunden vorher nichts fressen und 2 Stunden vorher nichts trinken) ging es zum Tierarzt. Auch dieses Mal musste sie sich leider nach der Narkose übergeben (allerdings nur einmal).

Die OP verlief sonst sehr gut und beide Stellen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit gutartig.

OP Naht
OP Naht

Toll war, dass sie schon abends wieder spazieren gehen wollte und auch schon fressen (laut Tierarzt in Maßen) und trinken wollte.

Am nächsten Tag war sie sogar so fit, dass sie toben wollte. Mit gerade frisch vernähter Wunde natürlich keine so gute Idee.

Den Body hat sie an, damit sie die Wunden nicht leckt oder kratzt. Ich bin ganz froh, dass wir den Body bekommen haben und nicht diesen Trichter (durch den der Hund durch keien Tür mehr passt).

Der Body beeinträchtigt sie kaum und sieht sogar ganz hübsch aus. Wenn sie mal muss, kann man den hinten öffnen und einfach nach oben ziehen. Sie versucht nicht ihn auszuziehen oder Ähnliches.

Wir sind froh, dass sie die OP so gut überstanden hat, gut gelaunt ist, die Wunden schön heilen und die Knubbel weg sind.

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